Die Cadrage (frz.: le cadre; Rahmen) bezeichnet in technischer Hinsicht das Seitenverhältnis des auf der Leinwand sichtbaren Bildausschnitts (Verhältnis von Bildhöhe zu Bildbreite, z. B. Cinemascope 1:2,35), in ästhetischer die Platzierung von Gegenständen und Personen im filmischen Raum. Diese Bildkomposition beeinflusst die emotionale Wirkung von Filmbildern und Szenen.
Cinéma Vérité bezeichnet eine Entwicklung des
Dokumentarfilms, die vor allem mit der Ästhetik des ethnologischen Filmemachers Jean Rouch verbunden wird. Der Begriff selbst geht auf das Konzept der "Kinowahrheit" des sowjetischen Filmemachers Dziga Vertov zurück. Cinéma Vérité bedeutet im Wesentlichen, dass sich die "Wirklichkeit" im Dokumentarfilm erst im Produktionsprozess des Filmemachens entfaltet (Interaktion von Kamera und Protagonisten/innen, Wechselwirkung von Bild,
Musik und
Montage). Anders als in der sich zeitgleich in den USA entwickelnden Bewegung des Direct Cinema, die das Ziel verfolgte, die Kamera unsichtbar werden zu lassen - wie eine Fliege an der Wand - war die Präsenz der Kamera im Bild beim Cinema Vérité wesentlich, um "Wahrheit" entstehen zu lassen.
Ein Super-Breitwandformat, das in den 1950er-Jahren in Konkurrenz zum Fernsehen eingeführt wurde und das Besondere eines Kinoerlebnisses verstärkt. Das Seitenverhältnis beträgt 1:2,35 und erweitert den Bildraum der bekannten Breitwandverfahren (1:1,66 bzw. 1:1,85) um etwa 20 Prozent und den des Fernsehformats (1:1,37) um nahezu das Doppelte. Cinemascope stellt besondere Anforderungen an die ästhetische Gestaltung des Bildraums. Es ist ein genuines Kinoformat, das bei der Fernsehausstrahlung entweder zu großen schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand führt oder bei einer Vollbildausstrahlung zum Verlust der Bildinformation an den rechten und linken Seiten.
Sammelbegriff für Filme, in denen jugendliche Hauptfiguren erstmals mit grundlegenden menschlichen Fragen oder Gefühlen konfrontiert sind und langsam erwachsen werden.