Schuss-Gegenschuss-Technik
Eine Folge von Einstellungen, in denen jeweils eine Person aus der Perspektive der anderen gezeigt wird, bezeichnet man als Schuss-Gegenschuss-Technik. Der Grad der Subjektivität wird dadurch bestimmt, ob die andere Person angeschnitten von hinten mit im Bild zu sehen ist, oder die Kamera ganz die subjektive Perspektive des jeweiligen Gegenübers einnimmt. Dabei bewegt sich die Kamera normalerweise auf der Handlungsachse. Wird letztere missachtet, kann der Eindruck entstehen, die Personen würden einander nicht ansehen („Achsensprung“).
Sequenzen
Die Montage macht den Film zur eigentlichen Kunstform, denn sie entscheidet maßgeblich über die Wirkung eines Films und bietet theoretisch unendlich viele Möglichkeiten. Mit Hilfe der Montage lassen sich verschiedene Orte und Räume, Zeit- und Handlungsebenen so miteinander verbinden, dass ein kohärenter Gesamteindruck entsteht. Während das klassische Erzählkino (als Continuity-System oder Hollywood-Grammatik bezeichnet) die Übergänge zwischen den Wechsel von Ort und Zeit möglichst unauffällig gestaltet, versuchen andere Montageformen, den synthetischen Charakter des Films zu betonen.
Sidekicks
In Animationsfilmen unterstützen diese Nebenfiguren die Helden/innen durch ihre Treue und dienen der komischen Auflockerung spannender Szenen. Sie sind oft überzeichnet und geraten in blamable Situationen.
Spezialeffekt
(englisch: Special Effect) Sammelbegriff für verschiedene Arten von Filmtricks, die entweder direkt am Drehort erzeugt und gefilmt werden (beispielsweise Feuer, Explosionen) oder film- bzw. computertechnisch hergestellt werden.
Standkopierung (Freeze Frame)
Ein „eingefrorenes“ Filmbild, das durch die Mehrfachkopierung eines Einzelbildes erzeugt wird.
Steadycam
Am Körper des Kameramanns/der Kamerafrau befestigtes Tragstativ mit Federungssystem, das auch bei schnellen Bewegungen eine ruhige Bildführung ermöglicht.
Storyboard (Szenenbuch)
Zeichnerische Version des Drehbuchs. Im Storyboard werden die Kameraeinstellungen skizziert, es dient zur Vorbereitung der Dreharbeiten.
Subjektive Kamera
Mit der subjektiven Kamera, auch Point of View Shot genannt, wird der Blickwinkel des Erzählenden oder eines Protagonisten nachgeahmt. Man sieht damit die Welt aus der subjektiven Sichtweise der jeweiligen Figur. Diese Kameraperspektive stellt eine Erweiterung der beschreibenden Außensicht dar und erleichtert den Zuschauenden das Sich-Einfühlen in Charaktere.
Super 16
Filmhistorisch entstand das 16mm-Filmformat, das gegenüber dem klassischen 35mm-Kinoformat wesentlich kleiner ist und weniger Bildinformationen enthält, durch die Markteinführung leichter Handkameras. Das Format wurde vor allem für Dokumentarfilme, Reportagen und TV-Berichterstattung genutzt, die eine höhere Mobilität erforderten als es die schweren 35mm-Studiokameras zuließen. Low-Budget-Produktionen konnten damit zugleich Kosten beim Filmmaterial sparen. Im Kino wurde das Format vor allem in der nichtkommerziellen Filmarbeit genutzt.
Das Super 16-Format versucht, hohe Mobilität bei der Aufnahme mit einer um 40 Prozent größeren Bildfläche zu verbinden, indem man den ursprünglich für die Perforation vorgesehenen Rand für die Bildfläche nutzt. Dieses Material kann daher im Kino nicht ohne Zusatzgeräte projiziert werden, eignet sich aber sehr gut für ein späteres „Aufblasen“ auf 35mm (Blow-up) oder für die digitale Abtastung, sei es für Fernsehzwecke oder die Nachbearbeitung im Computer.
Super 8
1964 von der Firma Kodak eingeführtes Schmalfilmformat, das wegen seiner leichten Handhabung (Kassetten-prinzip) schnell zum beliebtesten Medium für Amateurfilmer avancierte. Ab Ende der 1970er-Jahre wurde es zunehmend vom Video Home System (VHS) vom Markt verdrängt.