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<title>kinofenster.de - Neu im Kino</title>
<description>Hier finden Sie die aktuellen News von kinofenster.de</description>
<link>http://www.kinofenster.de</link>
<language>de-de</language>
<copyright>Bundeszentrale für politische Bildung</copyright>
<managingEditor>info@kinofenster.de (Bundeszentrale für politische Bildung)</managingEditor>
<pubDate>Fri, 17 May 2013 13:15:17 +0200</pubDate>
<lastBuildDate>Fri, 17 May 2013 13:15:17 +0200</lastBuildDate>
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<title>Epic - Verborgenes Königreich</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[So hatte sich der Teenager Mary Katherine den Besuch bei ihrem Vater wirklich nicht vorgestellt. Anstatt sich für seine Tochter Zeit zu nehmen, beschäftigt sich Professor Bomba lieber mit seinem Forschungsprojekt: Er ist fest davon überzeugt, dass in dem Wald vor seinem Haus winzige menschenähnliche Wesen leben. Zu Gesicht bekommen hat er sie allerdings bislang nicht. Als Mary Katherine wieder enttäuscht abreisen möchte, landet jedoch eines jener Wesen direkt vor ihren Füßen und sorgt durch einen Zauber dafür, dass auch Mary Katherine auf ihre Größe schrumpft. Bald wird das junge Mädchen in dieser Miniaturwelt in eine große Schlacht verwickelt: Der Kampf wird von den in Blätter gehüllten Kriegern vom Volk der Leafmen gegen die furchteinflößenden insektenähnlichen Boggans und deren Spur der Verwüstung ausgetragen. Von seinem Ausgang hängt das Schicksal des Waldes ab.<br />
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Verblüffend detailgetreu sieht die Welt aus, in die der computeranimierte Film sein Publikum entführt. Insbesondere die fotorealistische Lichtsetzung, die den Bildern oft eine mystische Stimmung verleiht, trägt zur Atmosphäre und Glaubwürdigkeit bei. Im Gegensatz zu vielen anderen 3D-Filmen weiß Epic Räumlichkeit und Tiefe zudem als erzählerisches Mittel einzusetzen und zugleich die Trägheit der dreidimensionalen Wahrnehmung im Kino zu berücksichtigen. So werden die Actionszenen nicht durch schnelle Schnittwechsel, sondern durch lange Kamerafahrten bestimmt, die die Zuschauenden dynamisch mit in das Geschehen auf der Leinwand einbinden. Handwerklich perfekt erzählt auf diese Weise Epic von einem Kampf zwischen Gut und Böse. Dabei bleibt allerdings die differenzierte Charakterisierung oder Entwicklung der Figuren deutlich hinter der komplexen digitalen Darstellung zurück. <br />
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Gerade diese Einseitigkeit kann im Unterricht als Ausgangspunkt für ein Gespräch über typische Heldengeschichten sowie die (visuelle) Darstellung von &quot;Guten&quot; und &quot;Schurken&quot; in märchenhaften Geschichten dienen. Auch die Wirkung von 3D-Effekten kann in diesem Zusammenhang thematisiert werden. Interessanter als der zentrale Konflikt des Films sind jedoch Nebenhandlungen: Anhand mehrerer Figuren thematisiert Epic etwa, wie (Ersatz-)Eltern und Kinder aneinander vorbeireden und zu Beginn nicht dazu in der Lage sind, aufeinander zuzugehen. Spannend kann darüber hinaus ein Vergleich mit dem Anime Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Japan 2010) von Hiromasa Yonebayashi sein. Auch dieser erzählt von kleinen Wesen in der Welt der Menschen, verzichtet dabei jedoch vollkommen auf kriegerische Darstellungen. Nicht zuletzt bietet der Schutz der Natur, den der Film gerade durch die Figuren der Leafmen impliziert, Gesprächsstoff für den Unterricht. <br />
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<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/epic-verborgenes-koenigreich-film/</link>
<guid isPermaLink='false'>Film/37076</guid>
<pubDate>Wed, 15 May 2013 14:36:02 +0200</pubDate>
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<title>Paradies: Hoffnung</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[Paradies: Hoffnung ist der dritte Teil einer Trilogie von Ulrich Seidl. Nachdem es in Paradies: Liebe um Sextourismus und in Paradies: Glaube um katholischen Fanatismus ging, handelt Teil 3 von der Sehnsucht nach Liebe. Die 13-jährige Melanie ist hübsch und übergewichtig. Während ihre Mutter Teresa in den Kenia-Urlaub fliegt und ihre Tante Anna Maria in christlicher Mission unterwegs ist,  verbringt sie die Sommerferien in einem Diätcamp. Dort sollen ein unerbittlicher Sportlehrer und eine Ernährungsberatern ihr und anderen dicken Kinder aus zumeist dysfunktionalen Vorstadtfamilien beim Abnehmen helfen. Doch Melanie verliebt sich in einen 40 Jahre älteren Arzt, der ihre Avancen nicht übersieht.<br />
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Wie schon in früheren Filmen verzichtete der österreichische Regisseur Ulrich Seidl weitgehend auf ein vollständig ausgearbeitetes Drehbuch und ließ Laiendarsteller/innen und professionelle Schauspieler/innen nach ausgiebigen Vorgesprächen improvisieren. Dies führt gerade bei den jugendlichen Figuren zu lebensecht wirkenden Dialogen und einem natürlichen Spiel. Auch Seidls Vorliebe für lange Einstellungen, stilisierte Tableaux, die Zentralperspektive – etwa bei den Gänsemarschchoreographien in der Turnhalle - und sarkastischen Beschreibungen menschlicher Abgründe finden sich hier wieder. In der &quot;Lolita&quot;-Konstellation zwischen Melanie und dem sie behandelnden Arzt weist er dem pubertierenden Mädchen, das im Drehbuch sogar Lolita hieß und aus deren Perspektive der Film erzählt wird, einen aktiven Part zu. Indem der namenlose Arzt die Annäherungsversuche des Mädchens nicht eindeutig zurückweist, manövriert er sich in eine moralisch ambivalente Position, in der er zwischen sexueller Anziehung und Schuldbewusstsein, drohender Normverletzung und Selbstdisziplinierung schwankt. <br />
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Der Film enthält vielfältige Anknüpfungspunkte zur Diskussion über die Folgen einseitiger Ernährung, aber auch eines Schönheitsideals, die zu Minderwertigkeitsgefühlen und Ausgrenzung führen können. Bei Kissenschlachten in ihren Zimmern und bei nächtlichen Kühlschrankplünderungen zeigt sich der wachsender Widerstand der Mädchen: In diesen Szenen wird  die Solidarität und die subversive Kraft spürbar, die ihnen hilft, die radikale Durchsetzung normierter Körperbilder zu unterlaufen. Trotz schmerzlicher Erfahrungen finden sie im Zusammenhalt Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussion über Kindesmissbrauch durch erwachsene Erziehungspersonen gibt die heikle erotische Annäherung zwischen der Minderjährigen und dem Arzt genügend Anstöße zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Themenkreis erste Liebe, erwachende Sexualität und Pädophilie. In den Fächern Religion und Ethik bietet es sich an zu fragen, worin die titelgebende Hoffnung liegt und in welchem Spannungsverhältnis Paradies und Sündenfall im Film stehen.<br />
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<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/paradies-hoffnung-film/</link>
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<pubDate>Sun, 12 May 2013 14:03:39 +0200</pubDate>
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<title>Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[In einem abwechslungsreichen Stilmix hinterfragt der Autor und Regisseur Konstantin Faigle den Stellenwert der Arbeit in modernen westlichen Gesellschaften. In seinem dritten langen Film geht er von der These aus, dass Arbeit vielfach den Charakter einer Ersatzreligion annimmt, die in Zeiten von Weltfinanzkrise, Rationalisierung, Globalisierung und Überschuldung immer wichtiger zu werden scheint. Licht- und Schattenseiten dieses Arbeitsbegriffs werden in Befragungen von Sozialhistorikern/innen, Volkswirten/innen, Philosophen/innen und anderen Experten/innen sowie in Straßenumfragen, persönlichen Reflexionen und kleinen Spielszenen erörtert. <br />
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Die Verschränkung von Dokumentation und Fiktion hat Faigle bereits in seinem Langfilmdebüt Out of Edeka (Deutschland, 2001) und der essayistischen Dokumentation Die große Depression (Deutschland, 2005) erprobt, um Muster des ländlichen Strukturwandels und der Wirtschaftskrise anschaulich zu analysieren. In seinem aktuellen Werk Frohes Schaffen liefern einige Experteninterviews stichhaltige Argumente, die die Grundlagen des Kapitalismus in Frage stellen, während die fiktionalen Sequenzen exemplarische Figuren der Arbeitswelt präsentieren, die in Faigles Wohnort Köln-Ehrenfeld mit Lebens- und Sinnkrisen kämpfen. Dazu zählen ein depressiver Ingenieur, eine überschuldete Ladenbesitzerin und der Müßiggänger Jochen Picht, der sich selbst spielt. Im Bemühen, Abwechslung in die Reihe der &quot;talkings heads&quot; zu bringen, schießt die schnelle Montage jedoch stellenweise über das Ziel hinaus und schwächt die Wirkung vor allem der kritischen Expertenstatements, indem sie auf kurze Sequenzen aufgeteilt werden. <br />
<br />
Frohes Schaffen bietet insgesamt einen guten Ausgangspunkt, um den modernen westlichen Arbeitsbegriff zu analysieren. Für den Sozialkunde-Unterricht liefert das im Film nur angerissene radikale Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens, das gut gelaunte Aktivisten/innen in Stuttgart propagieren, genügend Ansatzpunkte, um Alternativen zum bestehenden gesellschaftlichen Arbeitsmodell zu recherchieren. Das Beispiel eines Übungskaufhauses in Hamburg, in dem Arbeitslose mit Spielgeld Kaufvorgänge simulieren, wirft zudem die Frage nach einem verantwortungsvollen Umgang mit sozial Benachteiligten auf. Der Untertitel &quot;Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral&quot; legt eine Auseinandersetzung im Deutschunterricht mit dem Begriff der Satire nahe. Nicht zuletzt kann die im Film durch den Sozialhistoriker Benjamin Kline Hunnicutt aufgeworfene These &quot;Arbeit ist keine anerkannte Religion, aber sie trägt alle Merkmale einer Religion&quot; kontrovers diskutiert werden. <br />
]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/frohes-schaffen-ein-film-zur-senkung-der-arbeitsmoral-film/</link>
<guid isPermaLink='false'>Film/37041</guid>
<pubDate>Wed, 01 May 2013 12:48:00 +0200</pubDate>
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<title>Iron Man 3</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[Sein letzter Einsatz als Iron Man, bei dem er gemeinsam mit Captain America, Thor, Hulk und Black Widow New York vor einer Alien-Invasion schützen musste (siehe auch: Marvel's The Avengers, Joss Whedon, USA 2012), hat den schnodderigen Erfinder und Milliardär Tony Stark sichtlich gezeichnet. Zurückgezogen bastelt er seitdem an neuen Gimmicks für seine stählernen Anzüge und wird häufig nachts von Panikattacken heimgesucht. Lange allerdings dauert die Ruhe nicht an. Nachdem der Terrorist Mandarin auch Starks Privatanwesen ins Visier nimmt, findet sich dieser bald in einem Komplott wieder, in das auch ein überheblicher Erfinder verwickelt ist, den Stark einst abgewiesen hatte.<br />
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Dass der Superheld Iron Man aus einem Marvel-Comic aus dem Jahr 1963 stammt, ist der filmischen Interpretation in diesem Action-Blockbuster nicht anzumerken. Sehr modern und zeitgemäß wirkt der von Robert Downey Jr. gespielte Held durch seine selbstironische Lässigkeit, aber vor allem auch durch seine Selbstzweifel und Verletzlichkeit. Gerade diese Charakterisierung trägt zur Fallhöhe der Figur bei und erhöht die Spannung in den spektakulär inszenierten, äußerst dynamischen Actionsequenzen. Inhaltlich knüpft die Comicverfilmung unterdessen an aktuelle gesellschaftlich relevante Themen an. Vor allem in der ersten Hälfte beziehen sich zahlreiche Bilder und Figuren auf den &quot;War on Terror&quot; seit dem Jahr 2001, während im weiteren Verlauf auf Biotechnologie Bezug genommen wird – wenngleich auf für das Genre übliche fantastische Art und Weise.<br />
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Neben diesen thematischen Schwerpunkten bietet Iron Man 3 im Unterricht vor allem Ansatzpunkte für eine Beschäftigung mit Filmgestaltung, Popkultur und Marketing. Spannend ist etwa ein direkter Vergleich mit der Comic-Reihe Iron Man: Extremis (Warren Ellis und Avi Granov, 2005), deren Ästhetik als Vorlage für die gesamte Iron-Man-Serie diente und aus der insbesondere Handlungselemente des dritten Teils übernommen wurden. Aber auch das präsentierte Heldenbild sowie die Rollenverteilung zwischen Tony Stark und seiner Partnerin Pepper Potts laden zur Diskussion ein. Interessant ist nicht zuletzt eine Auseinandersetzung mit der Konzeption, Dramaturgie und mit Marketingkonzepten von Filmserien. Denn Iron Man 3 ist nicht nur ein gelungenes Beispiel eines Sequels, sondern zugleich fester Bestandteil einer Reihe unterschiedlicher Superheldenfilme wie Der unglaubliche Hulk (Louis Leterrier, USA 2008) oder Thor (Kenneth Branagh, USA 2011), die (zumeist) lose miteinander verbunden sind.<br />
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<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/iron-man-3-film/</link>
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<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 18:25:39 +0200</pubDate>
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<title>Werden Sie Deutscher</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[Alle Ausländer/innen, die dauerhaft in Deutschland leben wollen, können durch das deutsche Zuwanderungsgesetz zum Besuch eines Integrationskurses verpflichtet werden. Dieser Dokumentarfilm begleitet die Teilnehmenden eines solchen Kurses an einer Berliner Volkshochschule zehn Monate lang – im Unterricht und im Alltag. Auf dem Lehrplan steht nicht nur Sprachunterricht, sondern auch ein sehr viel komplexeres Lernziel: Integration. Die abschließende Prüfung ist für viele Teilnehmer/innen von existentieller Bedeutung, denn es geht um die Möglichkeit, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Werden Sie Deutscher lädt zu einem Perspektivwechsel ein. Wie fühlt es sich an, vor einer Prüfung zu stehen, von der die Zukunft abhängt? Gleichzeitig sind die Zuschauenden aufgefordert, die eigene nationale und persönliche Identität neu in den Blick zu nehmen: Denn im Zentrum des Films steht auch eine Frage, auf die es unzählige unterschiedliche Antworten gibt: Was ist eigentlich typisch deutsch?<br />
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Werden Sie Deutscher beschreibt den bürokratisch festgeschriebenen Weg, den alle Ausländer/innen, die legal in Deutschland leben möchten, gehen müssen. Dabei bleibt der Film stets auf Augenhöhe mit den Protagonisten/innen. Nahaufnahmen versinnbildlichen die Stimmungen der Kursteilnehmenden: Fragende Gesichter, Hände, die in Wörterbüchern blättern und manchmal auch ein unterdrücktes Grinsen. Der gelungene Schnitt offenbart durch den geschickten Einsatz des Schuss/-Gegenschussprinzips einen feinen Humor. Die &quot;sprechende&quot; Montage ermöglicht es, auf einen Kommentar aus dem Off zu verzichten. So können und müssen die Zuschauenden Zusammenhänge selbst herstellen. Dieses &quot;mündige&quot; Sehen nimmt kein Urteil vorweg und lässt bewusst Platz für die eigene Einschätzung des Gesehenen. Die Szenen im Klassenraum werden ergänzt durch Beobachtungen im Privaten, direkte Interviews mit den Mitwirkenden sowie durch Momente, in denen die Kamera &quot;draußen bleiben&quot; muss, beispielsweise bei Anhörungen in der Ausländerbehörde.<br />
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Mit der Analyse von Werden Sie Deutscher lassen sich verbreitete, auch negativ kodierte, Stereotype über Migration und Integration diskutieren und hinterfragen. Ausgehend von der unausgesprochenen Leitfrage &quot;Was ist eigentlich typisch deutsch&quot; dokumentiert der Film Situationen und pädagogische Versuchsanordnungen des Integrationskurses, die die Schüler/innen selbst auch im Sozial- und Gemeinschaftskundeunterricht ausprobieren und vergleichen können. Im Religions- oder Ethikunterricht bietet die Frage, inwiefern die dargestellten Konflikte auch durch die unterschiedlichen religiösen Überzeugungen der Teilnehmenden zustande kommen, fruchtbaren Gesprächsstoff. Im Bereich der politischen Bildung schließlich kann anhand von Werden Sie Deutscher diskutiert werden, welche Bedeutung eine Maßnahme wie der Deutschtest für integrationswillige Zuwanderer/innen haben kann.<br />
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<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/werden-sie-deutscher-film/</link>
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<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 09:57:04 +0200</pubDate>
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<title>The Broken Circle</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[Didier liebt die USA, die für ihn der Inbegriff von Freiheit sind. Ein wenig von diesem Lebensgefühl holt er sich mit seiner unangepassten Cowboymentalität und seiner Liebe zur Bluegrass-Musik ins kleine Belgien. Als er die Tätowiererin Elise kennenlernt, deren viele Tattoos ihr Leben widerspiegeln, verlieben sich beide Hals über Kopf ineinander. Bald singt sie in seiner Band und zieht mit ihm zusammen – und dann wird Elise schwanger. Ein Schock für Didier, der zunächst Angst vor der Verantwortung hat. Doch diese erste Belastungsprobe ist nichts gegen den Schmerz und die Angst, als ihre geliebte Tochter Maybelle im Alter von sechs Jahren an Leukämie erkrankt. Während Elise Kraft im Religiösem findet, rettet sich Didier mit Pragmatismus. Ausgerechnet in einer Lebensphase, in der sich das Paar am meisten bräuchte, kann es nicht zueinander finden.<br />
Von großem Glück und tiefer Trauer erzählt Felix Van Groeningen in seinem Melodram The Broken Circle nach einem Theaterstück von Mieke Dobbels und Johan Heldenberg, der im Film Didier spielt. Die kunstvoll verschachtelte, nicht-chronologische Erzählweise, die oft erst Antworten liefert und danach in die Vergangenheit zurückspringt, lässt dabei von Anfang an keinen Zweifel daran, dass es für Didier und Elise kein Happy End geben wird. Doch trotz aller Tragik und einiger wuchtiger emotionaler Szenen wirkt der Film nie kitschig, weil die glaubwürdigen und in ihrer Gegensätzlichkeit interessanten Hauptfiguren den Film tragen. Eine besondere Rolle übernimmt dabei auch die Bluegrass-Musik, die das Leid und die Träume der beiden Protagonisten pointiert zum Ausdruck bringt und der zugleich eine narrative Funktion zukommt, weil sie die Entwicklung der Handlung spiegelt und kommentiert.<br />
Die Charakterisierungen von Didier und Elise als starke wie verletzliche Persönlichkeiten sowie deren unterschiedliche Arten, mit Trauer umzugehen, lässt sich gut als Ausgangspunkt für ein Filmgespräch im Ethik- oder Religionsunterricht nutzen. Denn während sich Didier zwar als romantischer Träumer offenbart, der dennoch als überzeugter Atheist im Hier und Jetzt verwurzelt ist und nicht an eine Erlösung im Jenseits glaubt, hält Elise an ihrem Glauben fest. Zugleich kann thematisiert werden, welche Bedeutung die Musik für das Paar hat – und dabei insbesondere das typisch US-amerikanische Musikgenre Bluegrass und die damit in Verbindung stehenden Inhalte und Mythen, die hier stimmig in einen vollkommen anderen Kontext übertragen werden.<br />
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<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/the-broken-circle-film/</link>
<guid isPermaLink='false'>Film/36914</guid>
<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 00:00:00 +0200</pubDate>
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<title>Fremd</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[<br />
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Mohammeds verwitwete Mutter hat ihre Kühe für umgerechnet 1.500 Euro verkauft, um ihren ältesten Sohn nach Europa zu schicken: Dort soll er Arbeit finden, um die daheim gebliebene Familie zu unterstützen. &quot;Eigentlich will ich Mali gar nicht verlassen&quot;, gesteht der 35-Jährige, bevor er aufbricht. Sein Weg führt ihn über Algerien nach Marokko an die Mittelmeerküste, von wo aus er sich irgendwie nach Europa und in ein fremdes Land durchschlagen will. Seit zweieinhalb Jahren ist Mohammed mittlerweile unterwegs. Einmal hatte er es bis auf die Kanarischen Inseln geschafft und wurde dann abgeschoben. Nun versucht er es erneut, genau wie Jerry, ein Musiker aus Kamerun, der bereits seit vier Jahren auf dem Weg ins &quot;Paradies Europa&quot; ist. Die beiden Männer fühlen sich in der Pflicht, denn für ihre Familien sind sie die letzte Hoffnung auf ein besseres Leben. <br />
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Der Dokumentarfilm Fremd zeichnet sich durch die große Nähe zu seinen Mitwirkenden aus, deren zermürbenden Alltag er in ruhigen Bildern einfängt. Miriam Faßbender hat Mohammed und Jerry jahrelang auf verschiedenen Stationen ihrer Odyssee begleitet. Ihr Ziel war es, der anonymen Masse der Migranten/innen &quot;ein Gesicht zu verleihen&quot; und sie für &quot;sich selbst zu sprechen&quot; zu lassen. So kommen die beiden Männer nicht nur selbst zu Wort, die Regisseurin hat ihnen zeitweilig auch eigenhändig die Kamera überlassen. Die von ihnen gedrehten Passagen wurden im Film zwar nicht als solche kenntlich gemacht, doch konnten Mohammed und Jerry so eigene Akzente setzen und ihr Leben dokumentieren. Dieses ist geprägt von Hunger, Durst, Anfeindungen und Warten. Ihre Reise ins ferne Europa ist eine Bewegung, die ständig zum Stillstand kommt.<br />
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In Europa werden Menschen wie Mohammed und Jerry oft als &quot;Armutsflüchtlinge&quot; bezeichnet. Im Film erfährt man nun, was sie zum Aufbruch in eine ungewisse Zukunft bewegte und welche Hoffnungen sie mit der Migration verbinden. Fremd eröffnet insofern im Politik-, Wirtschafts- oder Geografieunterricht einen guten Einstieg in die afrikanische Flüchtlingsproblematik, zumal es die Filmemacherin vermeidet, einfache Lösungen aufzuzeichnen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Beschäftigung mit der Grenzpolitik der sogenannten Festung Europa und der Frage, inwiefern diese mit dem Schengener Abkommen kollidiert. Wie reagieren vor allem die Anrainerstaaten des Mittelmeers auf die Flüchtlinge? Mit welchen Begründungen werden Migranten/innen aus Afrika wieder in ihre Heimatländer zurückgesandt und welche Rechte haben jene, die versuchen sich als Illegale ein neues Leben aufzubauen?<br />
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<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/fremd-film/</link>
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<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 08:52:46 +0200</pubDate>
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<title>Die Nordsee - Unser Meer</title>
<category>Film</category>
<description><![CDATA[Die Nordsee - Unser Meer dokumentiert das Leben in und an der Nordsee, und zwar sowohl in deutschen Küstenregionen als auch in sämtlichen Anrainerstaaten. Autor und Produzent Jörn Röver und sein Kamerateam waren etwa zwei Jahre unterwegs, um zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu beobachten und aufzunehmen, darunter Wattwürmer, Schweinswale, Kegelrobben, Haie, Korallengärten und viele Vogelarten. Ihre Reise führt die Zuschauenden von Helgoland über Dänemark und norwegische Fjorde bis hin zur schottischen Küste und von dort aus über die friesischen Inseln wieder zum Ausgangspunkt zurück. <br />
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Mit eindrucksvollen Nahaufnahmen teils seltener kleiner Tierarten, Impressionen aus der Vogelperspektive, spektakulären Unterwasser-Aufnahmen und vielen Zeitlupen beeindruckt der Film in erster Linie visuell. Um die lebendige Vielfalt unter Wasser und auf dem Land einzufangen, kamen bei der aufwändigen Produktion modernste Techniken in HD, Helikopterflüge, imposante Kranfahrten und mobile Kamerabewegungen zum Einsatz. Der emotionalisierende Soundtrack drängt den Originalton authentischer Tierlaute sowie Naturgeräusche in den Hintergrund, doch  die informativen, witzigen und bisweilen ironischen, von Axel Prahl aus dem Off gesprochenen Kommentare sorgen  dafür, dass der Dokumentarfilm auf unterhaltsame Weise lehrreiche Details über die vorgestellten Arten vermittelt. <br />
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Mit seinen reizvollen Schauwerten und kindgerechten Erzählertexten bietet Die Nordsee - Unser Meer gute Anknüpfungspunkte für den Sachkunde- und Biologieunterricht. Schüler/innen können die vorgestellten Lebewesen zusammentragen und in Gruppenarbeit oder Einzelreferaten ihre Kenntnisse über bestimmte Arten und Gattungen vertiefen. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, warum Menschen in dem Film nur am Rande vorkommen. Einige Anmerkungen in der Dokumentation eignen sich zudem dazu, ethisch für den Schutz der Nordsee zu sensibilisieren. Im Deutschunterricht kann die Bedeutung des Sprechertextes und die Beziehung zwischen Text und Bild untersucht werden. Hierzu empfiehlt es sich, im Vorfeld einige Filmszenen ohne Ton zu sichten. Die Schüler/innen können dann zunächst eigene Kommentare verfassen und diese im Anschluss mit den originalen Sprechertexten im Film vergleichen. <br />
]]></description>
<link>http://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/die-nordsee-unser-meer-film/</link>
<guid isPermaLink='false'>Film/36814</guid>
<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 11:13:50 +0100</pubDate>
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