Beschreibung
Die theoretischen Schriften und die Montagetechnik des legendären Filmregisseurs - wichtigster Protagonist des sowjetrussischen Revolutionskinos - waren Grundlage für die Herausbildung einer neuen filmischen Asthetik. Mit seiner am Proletkult-Theater entwickelten Theorie der "Montage der Attraktionen", seiner Idee von der "Kollision der Bilder", propagierte er neue Möglichkeiten in der filmischen Darstellung des dramatischen Realismus. Durch Aggressivität und sinnliche Stimulation soll der Zuschauer yon bürgerlich geprägten ästhetischen Vorstellungen in der Kunstrezeption befreit werden. Durch Entpersonalisierung, den Verzicht auf die traditionell an ein individuelles Schicksal gebundene Fabel, fokussiert Eisenstein die Masse: Held ist nicht das Individuum, sondern das Arbeiterkollektiv. Eisenstein gilt theoretisch wie handwerklich als einer der größten Regisseure und Visionäre der Filmgeschichte, der dem Kino durch seine revolutionäre Bildsprache neue Dimensionen eröffnete.
Die Ausstellung wird von einer filmischen Retrospektive (02.11.2008 bis 17.01.2009) begleitet.
Weitere Informationen auf der Website des
Filmmuseums Düsseldorf.