Lehrerfortbildung, Fachtagung/ Kongress
Shoot / Movies: Kriege im israelischen Kino.
Vortrag im Rahmen der Film- und Veranstaltungsreihe IM AUFBAU. ISRAELISCHES KINO. EINE RETROSPEKTIVE
14.05.2008 18:30, Berlin
Beschreibung
Anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels präsentiert das Zeughauskino/ Deutsches Historisches Museum Berlin (DHM) und die Jerusalem Cinematheque - Israel Film Archive in Kooperation mit der Bundeszentrale für poltische Bildung (bpb) eine Retrospektive des israelischen Films. Nach der Eröffnung der Filmreihe im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums in Berlin wandert das Programm anschließend durch zahlreiche bundesdeutsche Kinos.
In der Retrospektive mit Arbeiten aus den 1950er bis 1970er Jahren sind Filme zu entdecken, die fast schon als verloren gelten mussten und jetzt dank der Zusammenarbeit vieler Partner in Israel und Deutschland mit neuen Kopien auf die Leinwand kommen. Werke, die hier kaum je zu sehen waren, stehen für eine Binnensicht auf ein Land, dessen Bild uns durch seine Omnipräsenz in den Tagesmedien allzu sehr verstellt ist. IM AUFBAU zeigt die ersten Schritte eines Filmlandes, das unter schwierigen Bedingungen Erstaunliches zuwege gebracht hat. Das Filmprogramm wird ergänzt um eine Reihe von Vorträgen und Gesprächen, die sich mit dem kulturellen und historischen Entstehungskontext der Filme befassen.
Am 14. Mai widmet sich Ralf Dittrich in seinem Vortrag dem Thema "Shoot/ Movies: Kriege im israelischen Kino".
Es überrascht nicht, dass Krieg im israelischen Kino breiten Raum einnimmt. Israel hat Kriege geführt, deren Richtigkeit kein Israeli je in Frage gestellt hätte. Längst jedoch ist die Bevölkerung sich nicht mehr einig in der Bewertung der militärischen Auseinandersetzungen, an denen das Land beteiligt ist. Wie zeigt sich diese zunehmend kritische Haltung im Film? Hat sich die Repräsentation des Krieges im israelischen Kino verändert? Was liegt zwischen Hill 24 Doesn't Answer (Thorold Dickenson, 1954) und dem gerade für den Oscar nominierten Beaufort (Joseph Cedar, 2007)?
Die Film- und Veranstaltungsreihe wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Filmwissenschaft der FU Berlin und gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, dem Bundesarchiv-Filmarchiv, der Botschaft des Staates Israel, dem Israel Film Fund, der Rabinovich Foundation und dem Forum for the Preservation of Audio-Visual Memory in Israel.