Beschreibung
Während des gesamten 20. Jahrhunderts und bis heute hat das Kino die Entwicklungen anderer Medien wie Presse oder Fotografie in ihren spezifischen Formen reflektiert, vermittelt und auch mit gestaltet.
Eine Veranstaltung der Universität Bremen behandelt diese Verbindungen und Spiegelungen im Film. Alle 14 Tage wird anhand eines ausgewählten Filmbeispiels Einblick in diese andere Art von Mediengeschichtsschreibung.
Nach dem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Winfried Pauleit wird um 18:00 Uhr der Film
Sans Soleil - Unsichtbare Sonne (F 1982) in voller Länge und in Orginalfassung gezeigt.
Chris Marker, Pionier des französischen Dokumentarfilms, hat aus Aufnahmen des Kameramanns Sandor Krasnas ein hochkomplexes Ciné-Poèm montiert. Briefe Krasnas’ ergänzen die Bilder und stehen ihnen doch gesondert gegenüber. Das Produkt ist sowohl eine bittere Abrechnung mit der westlichen Zivilisation als auch eine Geschichte über Bilder und das Bildermachen. Und: "Es geht um den Atem des Erzählens und das Nachdenken über die Bilder, die wir uns von der Welt machen" (Frankfurter Rundschau). Denn es ist vor allem das Fernsehen, das unsere Vorstellung der Welt mit Bildern füttert.