Beschreibung
In einem Jahr der Jahrestage und Jubiläen liegt es nahe, sich mit Geschichte und ihren Geschichten auseinanderzusetzen. Geschichte ist nicht nur ein Ansammlung oder Aufeinanderfolge von großen Ereignissen, sondern besteht aus Mikrokosmen, aus kleinen Geschichten, Schicksalen und Biographien, die jeweils durch die sie umgebende gesellschaftliche Situation beeinflusst sind. Filme ermöglichen es, diese Puzzlestücke der Geschichte kennen zulernen und näher zu beleuchten. Gleichzeitig ist das Kino wie kein anderes Medium in der Lage unsere Geschichtsbilder zu beeinflussen und zu manipulieren.
In der medienpädagogischen Fortbildung werden filmische Geschichtsbilder genauer unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Frage, welche thematischen Anknüpfungspunkte die Filme an den Unterricht (vor allem in den Fächern Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Ethik/Religion, Kunst) bieten können, sondern auch die Analyse der Filmgestaltung: Mit welchen Mitteln inszenieren die Filme die Vergangenheit? Wie rufen sie bestimmte Gefühle hervor? Welche neuen Informationen vermitteln sie dadurch? Wie viel künstlerische Freiheit ist erlaubt - und wann ist kritische Distanz notwendig?
Gearbeitet wird mit exemplarischen Sequenzen aus dem Filmprogramm der
SchulKinoWoche Thüringen - geplant sind unter anderem prägnante Ausschnitte aus
Der Vorleser,
Milk,
Das Leben der Anderen und
Novemberkind. Methodische Tipps für die medienpädagogische Arbeit im Unterricht erleichtern die Übertragung in die Praxis.
Die Fortbildung eignet sich sowohl als Einstieg in die Filmarbeit in der Schule als auch für Lehrkräfte, die bereits mit Filmanalyse vertraut sind und richtet sich an Lehrer/innen aller Schulformen in Thüringen.
Weitere Informationen und Anmeldung:
Marc Olff
Projektmitarbeiter SchulKinoWoche Thüringen
Tel. 03643-8623-33
Fax: 03643-8623-28
www.schulkinowoche-th-st.de