Arbeitsblatt zu "Cœur fondant" (Benoît Chieux, FR 2019): Heranführung an den Film

Didaktisch-methodischer-Kommentar-coeur-fondant__

Download

Vor dem Filmbesuch:

a) Auf den Bildern seht ihr drei Filmfiguren, die im Zum Inhalt: Kurzfilm Zum Filmarchiv: "Cœur fondant" vorkommen. Findet jeweils drei Eigenschaften, mit denen ihr den Maulwurf, den Riesen und die Spinne beschreiben würdet.
Optional: Ihr könnt auch die Eigenschaftswörter (Adjektive) in der Wolke zur Hilfe nehmen und gemeinsam überlegen, welche Eigenschaften wohl je am besten zu welcher Filmfigur passen. Arbeitet zu zweit und tauscht euch dann in der Klasse aus.

Filmstill aus CŒUR FONDANT, Sacrebleu Productions

Filmstill aus CŒUR FONDANT, Sacrebleu Productions

Filmstill aus CŒUR FONDANT, Sacrebleu Productions

b) Seht euch erneut die Bilder an und schaut genau hin, ob ihr erkennen könnt, aus welchen Materialien die Filmfiguren gemacht sind. Habt ihr schon einmal Filme oder Serien gesehen, in welchen die Filmfiguren aus ähnlichen oder aus anderen Materialien waren? Wenn ja, welche und wie haben sie euch gefallen? Wisst ihr, wie man diese Art von Filmen nennt? Tauscht euch in der Klasse aus.

Während der Filmsichtung:

c) Achtet arbeitsteilig auf Folgendes
Alle:
Achtet darauf, welche Eigenschaften, der Maulwurf, die Spinne und der Riese im Film besitzen und was die Stimme aus dem Off erzählt.

Ab 3. Klasse zusätzlich:

Gruppe A:
Achtet auf den Ton im Film: die Zum Inhalt: Musik, die Geräusche (Glossarbegriff: Zum Inhalt: Tongestaltung) und die gesprochenen Worte (Dialoge). Was habt ihr in bestimmten Situationen gefühlt? Zum Beispiel kann es sein, dass eine lustige und heitere Filmmusik die Zuschauenden fröhlich macht und laute und plötzliche Geräusche zum Beispiel erschrecken oder sogar Angst machen können.

Gruppe B:
Achtet auf die Farben (Glossarbegriff: Zum Inhalt: Farbgestaltung), die im Film verwendet werden. Welche unterschiedliche Gefühle lösen Sie in euch aus? Oft ist es so, dass blasse oder auch dunklere Farben eher traurige Gefühle erzeugen, warme und bunte Farben uns dagegen eher fröhlich stimmen oder uns sogar gute Laune machen.

Nach der Filmsichtung:

d) Wie hat euch der Film gefallen? Was hat euch besonders gut oder auch überhaupt nicht gefallen? Hat euch etwas überrascht? Habt ihr Fragen?

e) Tauscht euch nun zu viert (je zwei Personen aus Gruppe A, zwei aus Gruppe B) über eure Beobachtungen (Arbeitsschritt d)) aus. Überprüft auch, ob ihr mit euren Vermutungen, welche Eigenschaften der Maulwurf, die Spinne und der Riese besitzen, richtig lagt oder nicht (Arbeitsschritt a)).

f) Arbeitet weiter zu viert. Denkt ihr, ihr hättet euch im Bart des Riesen wohl gefühlt? Begründet eure Meinung. Welche Etage im Bart hättet ihr gewählt und warum? Und was denkt ihr über den Riesen?

g) Tauscht euch über folgende Fragen aus: Stellt euch vor, ihr seht jemanden zum allerersten Mal in eurem Leben. Denkt ihr, ihr könnt auf Grund der Kleider, die die Person anhat oder anhand ihrer Größe, ihrer Augenfarbe oder auch ihrer Haarfrisur etwas darüber wissen, wie die Person ist – welche inneren Eigenschaften sie hat? Welche Möglichkeiten gibt es, eine Filmfigur zum Beispiel lieb, mächtig oder unheimlich darzustellen? Bezieht euch gerne auf den Film und auf das, was ihr bisher alles herausgefunden habt.

h) Geht in Kleingruppen zusammen. Erfindet zusammen eine kurze Geschichte und bastelt die Figuren, die darin vorkommen. Ihr könnt alles verwenden, was euch einfällt (beispielsweise Knöpfe, Draht, Wolle, Pinsel, Papier). Malt außerdem die Hintergründe, die ihr braucht. Achtet dabei auf die Farben und überlegt, welche Gefühle, die von euch verwendeten Farben auslösen sollen.

i) Stellt euch eure Geschichten und Figuren gegenseitig vor. Achtet dabei vor allem auf Folgendes:

  • Aus welchen Materialien wurden die Figuren und die Hintergründe gemacht?

  • Welche Farben wurden vor allem verwendet und welche Wirkung hat das auf euch?

  • Was hat euch besonders an der Geschichte gefallen und weshalb?

Viel Spaß!

Optional: filmpraktische Vertiefung ab 4. Klasse

j) Wenn man einen Film macht, ist es nicht nur wichtig sich zu überlegen, was man filmen möchte, sondern auch, wie man es filmen möchte. Je nachdem von welcher Position die Kamera etwas aufnimmt, sieht dies unterschiedlich aus und wirkt auch anders. Man nennt das die Zum Inhalt: Kameraperspektive. Die bekanntesten Kameraperspektiven sind: Die Normalperspektive/Normalsicht - hier ist die Kamera auf Augenhöhe mit dem Gefilmten. Die Aufsicht: Hier blickt die Kamera von oben auf das Geschehen. Die Untersicht: Hier blickt sie von unten auf das Geschehen. Seht euch die Filmstills (Standfoto) an und findet heraus, von welcher Position die Kamera auf das Geschehen blickt und beschreibt, wie sich Zuschauende dadurch fühlen.

Sacrebleu Productions

Sacrebleu Productions

Sacrebleu Productions

k) Fertigt einen kurzen Zum Inhalt: Stop-Motion-Film an. Überlegt euch dabei auch, welche Kameraperspektiven ihr an welchen Punkten in der Geschichte wählen wollt und warum. Hier erklärt Euch Zum externen Inhalt: Konrad (öffnet im neuen Tab), wie das geht. Beachtet, dass die Figuren für die Animation bewegliche Teile haben sollten.

Mehr zum Thema