Kategorie: Filmbesprechung
"Manche mögen's heiß"
Some Like It Hot
Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe am 1. Juni 2026: Billy Wilders turbulente Hollywood-Komödie
Unterrichtsfächer
Thema
Bildungsrelevant, weil der Komödienklassiker auf amüsante Weise mit Geschlechterrollen spielt und Filmgeschichte reflektiert.
Die Geschichte: Inkognito unter Frauen
Chicago 1929, zur Zeit der Prohibition. Während in der Stadt ein Bandenkrieg tobt, suchen der Kontrabassist Jerry und der Saxophonist Joe händeringend nach Engagements. Doch der Besuch beim Agenten wird für die abgebrannten Musiker zum Fiasko: Für ihre Instrumente ist nur bei einer Damenkapelle Bedarf. Als die beiden kurz darauf Zeugen eines Massakers unter Gangstern werden und auf die Abschussliste der Mafia geraten, verkleiden sie sich in ihrer Not als Musikerinnen, um mit der Frauen-Combo auf Tournee unterzutauchen. Als "Daphne" und "Josephine" lernen sie im Nachtzug nach Florida ihre Kolleginnen kennen, darunter die reizende Sängerin Sugar Kane, um die sich beide balgen. Allerdings darf die Maskerade nicht auffliegen. So kommt es am Gastspielort, einem Luxushotel in Miami, zu kuriosen Verwicklungen: Der Hotelpage stellt Josephine nach, der reiche Lüstling Osgood Fielding III. wiederum Daphne. Noch dazu mimt Joe einen Millionenerben, um Sugar zu verführen. Und dann residiert vor Ort auch noch ein Gangsterkongress.
Filmische Umsetzung: Ironie und Tempo
Das Szenario von "Manche mögen’s heiß" basiert auf dem französischen Lustspiel "Fanfare d'Amour" (Richard Pottier, FR 1935). Regisseur Billy Wilder adaptiert die Idee als temporeiche Hollywood-Star-Zum Inhalt: Komödie mit Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis, die dreißig Jahre vor ihrer Entstehungszeit in den "Roaring Twenties" spielt. Zum Inhalt: Screwball, Zum Inhalt: Slapstick und Zum Inhalt: Musical kombiniert er dabei mit Elementen des klassischen Zum externen Inhalt: Gangsterfilms (öffnet im neuen Tab) der 1930er-Jahre, die trotz deutlich parodistischer Züge für Spannung sorgen. Wilder wechselt die Tonarten gekonnt und zeigt einmal mehr sein Talent für Situationskomik, spritzige Dialoge und eine anspielungsreiche Bildsprache. So reizt der Schwarzweiß-Film die zensorischen Vorgaben des damals noch gültigen Zum Inhalt: Hays Codes mit mehr oder minder subtilen Andeutungen aus: Beim ersten Auftritt von Monroe zischt Dampf aus dem Zug, später verweisen ein sich aufrichtender Fahrstuhlzeiger oder beschlagene Brillengläser auf sexuelle Erregung.
Thema: Geschlechterrollen
Für die Verhältnisse im Jahr 1959 geht Wilder provokant mit Geschlechterrollen und Sexualität um. Zwar halten nicht alle Momente heutigen Sichtweisen stand: Nach einem Übergriff auf Daphne wird Osgood lapidar als "böser Bube" tituliert, Monroe in der Rolle der Sugar mit halb transparenten Negligés offen sexualisiert. Dennoch wirken manche Einsichten in das Rollenverhalten dank Ironie und Witz nach wie vor frisch. "Ich habe das Gefühl, alle starren mich an," merkt Jerry an, als er Frauenkleidung trägt. Der Schwerenöter Joe schmeckt seine eigene Medizin, wenn der Hotelpage "Josephine" hartnäckig nachstellt. Und zeitlos ist nicht zuletzt die berühmt gewordene Schlusspointe des Films: Als er "Daphnes" wahres Geschlecht erfährt, entgegnet Osgood trocken und in seiner Leidenschaft unbeirrt: "Nobody's perfect".
Fragen für ein Filmgespräch
In welchen Zum Inhalt: Szenen erzählt der Film besonders viel über Bilder statt über Dialoge? Wie geht Regisseur Billy Wilder dabei vor?
Wie bewertet ihr die Zum Inhalt: Inszenierung von Marilyn Monroe als Sugar Kane? Welche Rolle spielen dabei ihre berühmten Gesangsauftritte?
Welche stereotypen Geschlechterrollen greift der Film spielerisch auf? Bestehen diese Stereotype heute noch fort?