Klein und klug, tüchtig und tapfer, ist Kiriku für seine afrikanische Dorfgemeinschaft oft Retter in der Not. Kiriku findet heraus, warum die schwarze Hyäne die Beete verwüstet und die Früchte zerstört. Kiriku macht mit kleinen Töpfereien auf dem Markt so viel Gewinn, dass die Dorfgemeinschaft dafür genug Nahrungsmittel kaufen kann, Kiriku holt unter höchster Gefahr die gelben Blüten, mit denen die Frauen ihre Vergiftung kurieren. Nicht zuletzt zeigt uns Kiriku, auf dem Kopf einer Giraffe thronend, die Schönheiten seiner afrikanischen Heimat. Farbenprächtige Bilder und kindgerechte Dialoge vermitteln Atmosphäre und Sinn für ein ebenso stimmungsvolles wie spannendes Animations-Abenteuer.
Die Fortsetzung des Zeichentrickfilms
Kiriku und die Zauberin (2000) zeigt in vier lose miteinander verknüpften Episoden, wie sich der kleine Held zum großen Nutzen für die Gemeinschaft bewährt. Die Gliederung in einzelne Geschichten ermöglicht eine für die Altersgruppe ideale Dramaturgie von Spannungsaufbau und Lösung. Der die Bilder begleitende Kommentar fördert das Verständnis für die Werte der fremden Kultur. Kongenial ist die musikalische Begleitung durch einige der populärsten afrikanischen Musiker/innen wie Youssou N’Dour, Manu Dibango und Rokia Traoré. Der Film ist in mehrere unabhängige Kapitel und Geschichten unterteilt, was die Auseinandersetzung mit den einzelnen Episoden sehr erleichtert. Da erfahren die großen und kleinen Zuschauenden beispielsweise, wie das Leben in einem afrikanischen Dorf funktioniert und wie unterschiedlich der Alltag von Kiriku und den Dorfbewohnern/innen im Vergleich zu unserem Leben ist. Anschaulich wird auch vermittelt, welche Pflanzen und welche Tiere in Afrika beheimatet sind. Das regt dazu an, sich künstlerisch (malen oder töpfern), musikalisch (singen und trommeln) oder auch körperlich aktiv (tanzen und spielen) mit dem Film weiter zu beschäftigen.
Autor/in: Vision Kino, 29.09.2006