Kategorie: Unterrichtsmaterial
"Silent Friend" – Arbeitsblatt 1: Heranführung an den Film
Ein Arbeitsblatt zum Film "Silent Friend" für die Fächer Kunst, Deutsch und Biologie
Arbeitsblatt 1 zum Film "Silent Friend" (Ildikó Enyedi, DE/FR/HU 2025) – Heranführung
Vor der Filmsichtung:
a) Überlegt euch, welche Orte, Pflanzen oder Gegenstände auf dem Schulhof oder in der Umgebung der Schule wohl besonders viel "miterlebt" haben. Erkundet eure Umgebung und tauscht anschließend eure Beobachtungen aus.
b) Diskutiert, welche Veränderung (beispielsweise im Verhalten der Schüler/-innen) diese Orte im Laufe der Zeit beobachtet haben könnten?
c) Wie könnte man diese Veränderung filmisch auf verschiedenen Erzählebenen visuell sichtbar gemacht oder auf der Soundebene verdeutlicht werden?
d) Seht euch den Trailer von Zum externen Inhalt: "Silent Friend" (öffnet im neuen Tab) an und fasst zusammen, was ihr über die Handlung erfahrt.
e) Seht euch den Zum Inhalt: Trailer noch einmal an. Erläutert anhand der Zum Inhalt: Filmformate und der Zum Inhalt: Farbgestaltung, wie viele Erzählstränge im Film vorkommen.
Während der Filmsichtung:
f) Achtet arbeitsteilig darauf, was ihr über die verschiedenen Protagonist/-innen erfahrt.
Gruppe A: Grete
Gruppe B: Hannes
Gruppe C: Tony
g) Legt den Fokus auch darauf, mit welchen filmästhetischen Gestaltungsmitteln aus der Sicht der Pflanzen erzählt wird. Achtet dabei besonders auf Zum Inhalt: Kameraperspektiven, Zum Inhalt: Kameraeinstellungen und Zum Inhalt: Tongestaltung.
Haltet eure Beobachtungen stichpunktartig nach dem Filmbesuch fest.
Nach der Filmsichtung:
h) Tauscht euch darüber aus, was euch besonders überrascht und/oder berührt hat.
i) Vergleicht eure Ergebnisse aus den Arbeitsschritten f) und g). Diskutiert anschließend, welche Wirkung die wechselnde Bild- und Tongestaltung hat. Lest danach den Abschnitt "Veränderung als Prinzip der Filmästhetik" der Filmbesprechung Zum Filmarchiv: "Silent Friend".
Filmpraxis:
Wie der Ginkgobaum im Film ist auch unsere Umwelt eine stille Beobachterin unserer Geschichte(n). Inspiriert vom Film versetzt ihr euch in eure Umwelt hinein und erzählt filmisch, wie sich das Leben der Schüler/-innen im Laufe der Zeit – am selben Ort – verändert.
j) Bildet Gruppen und wählt eine Pflanze, einen Ort oder einen Gegenstand aus Arbeitsschritt a) aus.
k) Entwickelt eine Geschichte, die ein für euch relevantes Thema (beispielsweise Freundschaft, Leistungsdruck oder Mobbing) behandelt und an drei verschiedenen Zeitpunkten spielt (etwa aus dem Leben einer Person in der 7., 10. und 12. Jahrgangsstufe oder – wie im Film – in unterschiedlichen Epochen). Überlegt: Welche Handlung könnte die Umwelt jeweils beobachten? Was verändert sich im Laufe der Zeit, was bleibt gleich?
l) Entwickelt das Zum Inhalt: Drehbuch zu einem Zum Inhalt: Kurzfilm. Diese Praxistipps Zum Inhalt: Von der Idee zur Szene helfen euch dabei. Wichtig: Überlegt, wie ihr eure Geschichte(n) erzählen könnt, ohne lange Dialoge zu verwenden (Visual Storytelling).
m) Welche Elemente der Bild- und Soundgestaltung könnt ihr für euer Projekt nutzen, um Nähe oder Distanz zwischen Umwelt und Menschen darzustellen? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Zeitebenen visuell und auditiv? Nutzt die Ergebnisse der Arbeitsschritte f), g) und i). Optional könnt ihr eure Planung in einem Zum externen Inhalt: Storyboard (öffnet im neuen Tab) festhalten.
Dreh:
n) Setzt eure Planung in die Tat um und dreht in eurer Gruppe einen Film, dessen Länge acht bis zehn Minuten nicht überschreiten sollte. Achtet darauf, dass nicht nur die Geschichten der drei Zeitpunkte sichtbar werden, sondern auch etwas über die "stille" Umwelt erzählt wird.
Tipp: Arbeitet möglichst mit Stativ und setzt verstärkt auf Visual Storytelling, insbesondere wenn kein guter Ton zur Verfügung steht. Weitere Tipps zur Planung des Drehs und zur Nachbearbeitung findet ihr in diesem Zum externen Inhalt: Arbeitsblatt (öffnet im neuen Tab).
Präsentation:
o) Präsentiert die Ergebnisse im Plenum und diskutiert sie gemeinsam: Wurdet ihr bei ähnlichen Geschichten von eurer Umwelt "beobachtet"? Wie glaubwürdig wirken die verschiedenen Zeitebenen? Erörtert, inwieweit die gewählte Gestaltung zur Aussage des Films passt.