Bildungsrelevant, weil der Film das Verhältnis von Mensch und Natur auslotet und anregt, eine eigene Haltung zum Umweltschutz zu entwickeln.

Die Geschichte: Drei Generationen für den Artenschutz

Michel, Vincent und Simon beobachten die Umgebung genau und lauschen den Geräuschen des Waldes. Die Rufe des Uhus und das Fauchen des Luchses sind selten in Mitteleuropa geworden – auch im Schutzgebiet der Vogesen. Heimische Wildtiere zu beobachten, zu filmen, abzulichten und ihre Stimmen aufzuzeichnen braucht Geduld, Kälteresistenz und moderne Technik. Wenn drei Generationen gemeinsam die Nacht unter freiem Himmel im Unterholz lauern, motiviert sie eine kindliche Neugier für die Wildnis und die Herausforderung, die Schönheit eines flüchtigen Augenblicks aufzuzeichnen.

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Filmische Umsetzung: Sakrale Klänge und starke bildliche Kontraste

"Das Flüstern der Wälder" nutzt autobiografische Erzählungen der Familienmitglieder, um Naturaufnahmen ohne den genretypischen allwissenden Zum Inhalt: Off-Kommentar (Glossar: Zum Inhalt: Voiceover) einen Rahmen zu geben: Großvater und Vater berichten Simon dem Jüngsten am wärmenden Herdfeuer in der Waldhütte von Begegnungen mit Wildtieren. Sie entwerfen eine Philosophie der Achtsamkeit und werben eindringlich für den Schutz der letzten Wildnis in Europa. Dazu emotionalisiert Naturfilmer Vincent Munier mit einer stark ästhetisierten Zum Inhalt: Farbgestaltung und sakral anmutender Zum Inhalt: Filmmusik. Er nutzt Großaufnahmen (Glossar: Zum Inhalt: Einstellungsgrößen) von Wildtieren, die frontal in die Kamera blicken, um Nähe und emotionale Verbundenheit herzustellen. Das Erzähltempo variiert zwischen langen statischen Panoramaaufnahmen und atmosphärischen Zum Inhalt: Montagen, die beispielsweise die Kämpfe der Rothirsche temporeich in Szene setzen. Der Film macht zudem den Prozess des Filmemachens transparent, wenn er zeigt, wie Familie Munier in ihrem Versteck mit Teleobjektiven ausharrt oder mit Spezialmikrofonen auf die Suche nach gefährdeten Arten geht.

Das Thema: Warum brauchen wir die Wildnis?

"Das Flüstern der Wälder" reflektiert den Prozess der Naturbeobachtung aus der Perspektive dreier Generationen und plädiert auf emotionalisierende Weise für den Schutz der Wildnis in Europa und ihrer Artenvielfalt. Den Kontakt mit ihrer Schönheit beschreibt Großvater Michel als heilend und den Auerhahn als sein Krafttier: Er inspirierte seinen Sohn Michel dazu, die Natur in den Vogesen zu erforschen und für ihren Schutz zu kämpfen. Insbesondere im Gespräch zwischen Großvater und Enkel Simon wird deutlich, wie stark der Mensch in den letzten Jahrzehnten in die Natur eingegriffen hat. Artensterben und Biodiversitätsschwund haben unübersehbare Folgen, der Auerhahn ist beispielsweise in den Vogesen ausgestorben. Deshalb unternehmen die Muniers eine Reise nach Norwegen, um den Balztanz des Auerhahns beobachten zu können. Auch hier im hohen Norden werden die Folgen der Klimaerwärmung für Flora und Fauna immer deutlicher sichtbar.

Fragen für ein Filmgespräch:

  • Welche Waldtiere beobachten die Protagonisten im Film und was erfahren wir über die jeweilige Spezies? Welche heimischen Tiere habt ihr schon in der Natur beobachtet? Stellt diese Tiere mit einem Steckbrief vor.

  • Welche Gründe kennt ihr dafür, dass es immer weniger Wildtiere gibt? Kennt ihr Lösungsansätze, um sie zu schützen?

  • Warum will Familie Munier Wildtiere schützen? Mit welchen filmischen Mitteln inszeniert sie die Natur als schützenswert? Welche Gründe kennt ihr noch, weshalb unsere Umwelt schützenswert ist?

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