Arbeitsblatt 2 zu "Ich verstehe Ihren Unmut "(Kilian Armando Friedrich, DE 2026): Vertiefende Untersuchung der Filmästhetik und filmpraktische Übung

Didaktisch-methodischer-Kommentar-Ich-verstehe-Ihren-Unmut-AB_02

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Nach der Filmsichtung:

a) An welche Sätze aus dem Film erinnert ihr euch? Nutzt die Methode des Zum Inhalt: Blitzlichts. Legt im Plenum einen typischen Satz aus der Arbeitswelt für die gesamte Gruppe fest (beispielsweise "Ich verstehe Ihren Unmut" oder "Ich werde mir das anschauen, und dann werden wir gemeinsam eine Lösung finden"). Arbeitet dann im Tandem: Eine Person trägt den Text neutral und emotionsfrei vor, während die andere mit dem Smartphone filmt. Nehmt insgesamt vier Zum Inhalt: Einstellungen aus unterschiedlichen Zum Inhalt: Kameraperspektiven und Zum Inhalt: Einstellungsgrößen auf:

1. Filmt die Person von unten (Untersicht)
2. Filmt die Person von oben (Aufsicht)
3. Filmt die Person aus der Nähe (Nahaufnahme)
4. Filmt die Person aus der Ferne, sodass sie komplett im Bild ist (Totale)

b) Vergleicht eure Ergebnisse und tauscht euch anschließend im Plenum aus: Was fällt euch auf? Welche unterschiedlichen Wirkungen ergeben sich, wenn sich die Perspektive und Einstellungsgröße verändert? Wie verändert sich die Bedeutung des Satzes?

c)" Ich verstehe Ihren Unmut" zeichnet sich durch eine sehr charakteristische Filmästhetik aus. Insbesondere die Handkamera, die Zum Inhalt: Montage, die Zum Inhalt: Farbgestalltung sowie der vollständige Verzicht auf Zum Inhalt: Filmmusik geben dem Film seinen eigenen einprägsamen Ton.

Seht euch den Zum externen Inhalt: Trailer (öffnet im neuen Tab) des Films mehrmals an.

Bestimmt verschiedene filmästhetischen Mittel und deren Wirkung auf euch. Zum Beispiel: Kameraperspektive, Kameraeinstellung, Zum Inhalt: Bildkomposition, Montage.

Tipp: Achtet dabei insbesondere auf die Unterschiede der jeweils dargestellten Situationen und das Verhältnis von Heike zu den jeweils anderen Akteur/-innen im Bild. Wählt drei bis vier Beispiel-Zum Inhalt: Szenen.

Unmut_AB_2_Tabelle

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d) Bildet Kleingruppen und tauscht euch über eure Ergebnisse aus. Welche Muster in der Filmästhetik sind erkennbar und welche grundsätzliche Wirkung geht von diesen aus?

e) Tauscht euch im Plenum über eure Erkenntnisse aus den Kleingruppen aus. Diskutiert, inwiefern der Film einen Zum Inhalt: dokumentarischen Charakter aufweist (beispielsweise durch Handkamera, natürliches Licht, Originalton). Warum hat sich der Regisseur wohl für diesen Stil entschieden?

Optional: Filmpraktische Übung

Die neu kennengelernten filmästhetischen Mittel sollen nun benutzt werden, um einen Zum Inhalt: Kurzfilm zu produzieren, der visuell eine bestimmte Stimmung widerspiegelt.

f) Schreibt in einer Kleingruppe einen kurzen Dialog, in dem eine Person einer anderen eine unangenehme Nachricht überbringen muss (beispielsweise Kündigung, Mehrarbeit, Lohnkürzung).

g) Sobald alle mit der Erarbeitung des Textes fertig sind, wird für jede Gruppe einzeln eine zufällige Stimmung ausgewählt, welche in eurem Kurzfilm im Vordergrund stehen soll. (beispielsweise traurig, hektisch, einsam, verzweifelt etc.)

Beispiele:

"kalt und distanziert" (hoher Blauanteil, weite Räume, wenig Bewegung)
"atemlos und Stressig" (Handkamera, schnelle Schnitte, Close-ups)
"beklemmend und eng" (Untersichten, Rahmen im Bild, wenig Licht)

Jede Gruppe soll jetzt anhand der zugeteilten Stimmung ein Konzept (Zum Inhalt: Storyboard) erstellen, in welchem klar ersichtlich ist, welche filmästhetischen Mittel genutzt werden sollen, um die Aufgabe zu erfüllen.

h) Filmt und schneidet euren Kurzfilm. Nutzt hierfür den von euch vorbereiteten Text sowie das Storyboard.

i) Stellt euch eure Ergebnisse gegenseitig vor und reflektiert eure Arbeit.

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