Bildungsrelevant, weil der Puppentrickfilm mit viel Bildwitz, Situationskomik und Gruselfilmelementen dazu einlädt, sich mit filmischen Gestaltungsmitteln zu beschäftigen und Filmgeschichte zu entdecken.

Die Geschichte: Verhängnisvolle Mutationen sorgen für Chaos

Die Schafe sind am Boden zerstört: Mit großer Hingabe haben sie ihre Kürbisse gehegt und gepflegt und sie vor allen möglichen Gefahren auf dem Bauernhof geschützt. Und dann wird der Acker doch von dem schusseligen Bauern verwüstet. Um das anstehende Halloweenfest zu retten, wandelt das gewitzte Schaf Shaun sich zum verrückten Wissenschaftler und beginnt, eine wundersame Tinktur zu brauen, durch die in Windeseile neue Kürbisse wachsen können. Mit Erfolg! Doch Shauns Gebräu hat eine unvorhergesehene Nebenwirkung: Als der Bauer es mit einem Haarwuchsshampoo verwechselt, wachsen ihm schlagartig überall so viele Haare, dass er bald wie ein Ungeheuer aussieht und das Weite sucht. Während das Verschwinden des Bauers erst auf dem Hof für Unruhe sorgt, wird bald auch die nahe Kleinstadt durch das vermeintliche Ungeheuer ins Chaos gestürzt. Bis alle Hoffnung auf Shaun liegt – und auf einer Tierärztin, die mit dem Bauern eigentlich auf eine Halloweenparty gehen wollte.

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Filmische Umsetzung: Handgemachte Animation ohne Worte

Wie die TV-Serie "Shaun das Schaf "("Shaun the Sheep", David Fine/Alison Snowden/Richard Starzak, GB 2007–2025) orientiert sich die darauf basierende Filmreihe am klassischen Zum Inhalt: Slapstick-Kino. In Anlehnung an Filmemacher wie Buster Keaton setzt auch der dritte Shaun-Langfilm "Spuk im Kürbisfeld "auf Bewegungskomik und verstrickt die Figuren in Situationen, die stets in ein aberwitziges Chaos münden. Da vollständig auf eine verständliche Sprache verzichtet wird – sämtliche Figuren, gleich ob Mensch oder Tier, verständigen sich ausschließlich durch Laute – rückt der Bildwitz in den Vordergrund. Zum Inhalt: Montage, Bildgestaltung (Glossar: Zum Inhalt: Bildkomposition) und Körpersprache vermitteln, was sonst Dialoge leisten. Die Komik des familienfreundlichen Gruselfilms, in dem niemand ernsthaft zu Schaden kommt, wird auch durch den Charme des Handgemachten unterstrichen. Die Animation entstand in traditioneller Zum externen Inhalt: Stop-Motion-Technik (öffnet im neuen Tab) mit realen Puppen; Zum Inhalt: CGI-Effekte wurden zwar auch eingesetzt, ordnen sich dieser Technik jedoch unter.

Das Thema: Auf den Spuren der Filmgeschichte

Mit viel Einfallsreichtum und Witz parodiert "Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld" unter anderem alte Grusel- und Monsterfilme sowie mythische Figuren wie den Bigfoot. Augenzwinkernd lädt der Zum Inhalt: Animationsfilm dadurch dazu ein, sich mit Erzählmustern und Figurenpersonal von Zum Inhalt: Horrorfilmen zu beschäftigen und etwa zu hinterfragen, wie Spannung und Unbehagen in Filmen entsteht – und wie beides zugleich humorvoll gebrochen werden kann. Die Bewegungskomik wiederum führt exemplarisch vor, wie Humor im Film funktioniert und wie mit Erwartungshaltungen gespielt wird. Vor allem aber lebt der Film von seinem immensen Detailreichtum und seinen liebenswerten Figuren. Dabei sticht Protagonist Shaun heraus. Das Schaf ist pfiffig und neugierig, liebt Schabernack, ist aber nicht gleichgültig. Denn auch wenn es Chaos stiftet, lässt es seine Freund/-innen nie im Stich.


Fragen für ein Filmgespräch

  • "Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld" sieht für einen heutigen Trickfilm ungewöhnlich aus. Wie unterscheidet er sich von anderen Animationsfilmen, die ihr kennt?

  • Welche Szene des Films fandet ihr besonders gruselig? Wodurch hat sie so gewirkt?

  • Im Englischen machen Schafe nicht „mäh“, sondern „baa“. In welchen Szenen nutzt der Film diesen Laut für Witze?

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