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Arbeitsblatt 2 zu "Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf" (Güner Balci und Jesco Denzel, D 2026): Die Bedeutung von Zeitzeugenschaft

Vor der Filmsichtung

a) Beantwortet arbeitsteilig folgende Fragen und stellt euch die Ergebnisse anschließend im Plenum vor:

Gruppe A: Was bedeutet Oral History? Was unterscheidet Aussagen von Zeitzeug/-innen von anderen historischen Quellen? Welche Bedeutung haben Erinnerung und subjektive Perspektive? Wo liegen die Chancen und Grenzen der Methode? Beantwortet die Fragen mit Hilfe des Zum externen Inhalt: bpb-Artikels zur Oral History (öffnet im neuen Tab).

Gruppe B: Welche Bedeutung haben Zeitzeug/-innen für die Auseinandersetzung mit dem Holocaust? Was zeichnet eine Zeitzeugenbegegnung aus? Welche Chancen und Herausforderungen sind damit verbunden? Was sollte bei der Vor- und Nachbereitung einer solchen Begegnung beachtet werden? Beantwortet die Fragen mithilfe des folgenden Zum externen Inhalt: bpb-Artikels (öffnet im neuen Tab).

Während der Filmsichtung

b) Achtet besonders auf die Zum Inhalt: Szenen, in denen Albrecht Weinberg jungen Menschen begegnet. Haltet eure Beobachtungen stichpunktartig in der Tabelle fest.

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Nach der Filmsichtung

c) Zeitzeugenschaft und Oral History im Film
1. Beschreibt, an welche Erlebnisse und Erfahrungen sich Albrecht Weinberg erinnert.
2. Untersucht, welche Merkmale von Oral History in diesen Szenen erkennbar werden. Bezieht dabei eure Ergebnisse aus Arbeitsschritt a) ein.
3. Erläutert, welche Bedeutung Weinbergs persönliche Erinnerungen für die Auseinandersetzung mit dem Holocaust haben.
4. Beurteilt, welche Chancen und Grenzen die Arbeit mit Weinberg als Zeitzeugen bietet. Bezieht dabei eure Ergebnisse aus Aufgabe b) ein.

e) Sichtet arbeitsteilig in Kleingruppen folgende Filme: Zum Filmarchiv: "Ich bin! Margot Friedländer", Zum Filmarchiv: "Wiedersehen mit Brundibár" und Zum Filmarchiv: "Das Ungesagte". Untersucht, wie die Zeitzeug/-innen darin zu Wort kommen und wie ihre Erinnerungen filmisch vermittelt werden. Vergleicht eure Ergebnisse anschließend mit der Dokumentation über Albrecht Weinberg.

f) Stellt euch vor, eure Klasse erhält die Möglichkeit, mit einer Zeitzeugin/einem Zeitzeugen des Nationalsozialismus zu sprechen. Entwickelt ein Konzept für diese Begegnung. Berücksichtigt dabei die Vorbereitung des Gesprächs, das Setting, den Umgang mit der Person und geeignete Fragen. Begründet eure Entscheidungen mithilfe eurer Beobachtungen aus dem Film. Nutzt zur Vorbereitung die Zum externen Inhalt: 10 Tipps für ein erfolgreiches Zeitzeugengespräch an Schulen (öffnet im neuen Tab) des Koordinierenden Zeitzeugenbüros des Grenzlandmuseum Eichsfeld.

g) Das Projekt Zum externen Inhalt: Dimensions in Testimony (öffnet im neuen Tab) ermöglicht es, Holocaust-Überlebenden Fragen zu stellen. Ein digitales System wählt aus zuvor aufgezeichneten Interviews passende Antworten aus. Dabei sind die Personen mit ihrer Mimik und Gestik zu sehen, sodass der Eindruck eines simulierten Zeitzeugengesprächs entsteht.
1. Erprobt das Angebot und stellt einer der vorgestellten Personen die in Arbeitsschritt f) erarbeiteten Fragen.
2. Beschreibt anschließend, wie ihr das digitale Gespräch erlebt habt und wo ihr Möglichkeiten und Grenzen seht.
3. Vergleicht das digitale Gespräch mit den Begegnungen Albrecht Weinbergs mit den Jugendlichen im Film. Beurteilt, was diese digitale Form der Zeitzeugenschaft leisten kann und was sie im Vergleich zu einer persönlichen Begegnung nicht ersetzen kann.

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